Wilhelm Weisse

Anlässlich des 100. Todestages findet am 09.07.2016, 9.00 Uhr an der Grabstätte auf dem Kamenzer St. Just-Friedhof eine Ehrung und Würdigung seiner botanischen Leistungen statt. Anschließend begeben sich die Ehrengäste zu einem Symposium in das Hutbergrestaurant. Ab 10.00 Uhr werden hier Beiträge zu dendrologischen Errungenschaften von W. Weisse erörtert.

Am 25. August 1846 wurde Wilhelm Weisse in Kamenz geboren. Im Jahre 1872 gründete er eine Gärtnerei und Baumschule. Er war einer der bedeutendsten Koniferenzüchter in Deutschland. In ständigem Kontakt mit ausländischen Pflanzenfreunden gelangten so die verschiedensten Gehölze und Pflanzen nach Kamenz. Im Jahre 1893 begann er mit der Errichtung einer Parkanlage auf dem Hutberg, welche er als Versuchsstation für Forstbotanik nutzte. So entstand der "erste blaue Wald" Deutschlands. Die Gestaltung mit Koniferen, Rhododendren und Azaleen durch ihn stellte die Krönung seines Lebenswerkes dar. Er starb am 9. Juli 1916 in Kamenz. Sein Nachfolger Ernst Hilscher machte sich durch die weitere Bepflanzung des Hutbergareals verdient.

Gartenhaus im Weisse-Garten (rekonstruiert nach historischem Vorbild).

 


Umsetzung des Wilhelm-Weisse-Gedenksteins

Am Sonnabend, dem 01.04.2006 wurden durch die Mitglieder des Fördervereins Hutberg Kamenz e.V. umfangreiche Rekonstruktionsmaßnahmen an der kleinen Bühne vor dem Hutbergrestaurant begonnen. Eine zweite Projektgruppe setzte den Wilhelm Weisse-Gedenkstein , welcher 1996 anlässlich des 150. Geburtstags Wilhelm Weisses enthüllt wurde, vom Areal der Hutbergbühne um. Er befindet sich jetzt auf der rechten Seite der Hutbergstraße am oberen Ende der Lindenallee und ist somit ganzjährig für alle Besucher zugänglich.
Mit schwerer Hebetechnik wurde der Gedenkstein an seinen neuen Platz transportiert.
Der Gedenkstein wurde 1935 beim Bau des damaligen Thingplatzes aufgestellt. Unter dem Fundament des Steins wurde bei unseren Umsetzarbeiten eine Bleikartusche mit einer Urkunde gefunden. Sie enthält Informationen zum Bau des Thingplatzes. Die Kartusche wurde dem Leiter des Stadtarchivs Kamenz übergeben.

Bilder von der Umsetzung

Am 06.05.08 wurde von Herrn
Eisold und Herrn Handrick eine
Infotafel neben dem Wilhelm-
Weiße-Gedenkstein aufgestellt.
Auf dieser Tafel wird vom
Schaffen und Wirken W.
Weißes in  Kamenz berichtet.

In einer Bleikartusche wurde eine Urkunde mit Informationen zum Bau des damaligen Thingplatzes gefunden.

Bilder vom Kartuschenfund

Unser Fund wurde dem Kamenzer Stadtarchiv zur Aufbewahrung übergeben.